Die richtige Matratze auswählen

Wenn es zum Einkauf einer neuen Matratze kommt, kann die Auswahl der verschiedenen Typen auf den ersten Blick überwältigend sein.

Natürlich behauptet jeder Hersteller von seinem Produkt, dass es die bestmögliche Erholung in der Nacht biete, jedoch sollte eine solche Investition in ein Produkt, auf dem man einen großen Teil seines alltäglichen Lebens verbringt, gut überlegt sein. Dieser Artikel klärt über sämtliche Matratzenarten zusammenhängend mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen auf und soll Ihnen Schritt für Schritt dabei helfen, das richtige Produkt zu finden.

Das erste was Sie über Matratzen wissen müssen ist, dass es drei gängige Arten von Matratzenkonstruktionen gibt: Federkernmatratzen, Kaltschaummatratzen und Latexmatratzen. Jede dieser hat unterschiedliche Eigenschaften in puncto Lebensdauer, Preis und Wartung.

1. Unter den verschiedenen Matratzenarten wählen

a) Federkernmatratze

Dies ist der Klassiker, eine altbewährte Matratzenkonstruktion. Die Hauptmatratze wird durch Metallfedern gestützt, die in der Matratze integriert sind. Diese Federn verteilen das Körpergewicht über die Oberfläche der Matratze. Es gibt viele unterschiedliche Variationen, aber sie haben alle das gleiche Grundprinzip. Eine gut gepflegte Qualitätsfederkernmatratze sollte zwischen sieben und zehn Jahren halten.

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Federkernmatratze: Vorteile

  • Am wenigsten teure Matratzenoption
  • Viele Marken und Konstruktionen zur Auswahl
  • Leichteste Matratzenart
  • Eine aufgelegte Schaumstoffauflage kann das Gefühl des Aufliegens auf einer teuren Schaumstoffmatratze geben

Federkernmatratze: Nachteile

  • Die Federn können brechen oder durch die Matratze stoßen
  • Die Matratze kann durchgelegen werden oder ungleich tragen
  • Schmiegt sich weniger gut an den Körper an als eine Kaltschaummatratze

b) Kaltschaummatratze

Schaumstoff ist ein Polyurethan-Stoff mit hoher Dichte, der von der NASA als Polsterung entwickelt wurde. Den Namen trägt er durch seine Fähigkeit sich zu formen und dann wieder in seine Ursprungsform zurückzukehren, sobald kein Druck mehr ausgeübt wird. Der Schaum reagiert auf Körperwärme und kann diese gut speichern. Ein großer Vorteil ist das geringe Eigengewicht, die hohe Stützkraft des Kerns und die lange Lebensdauer.

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Kaltschaummatratze: Vorteile

  • Hohe Anpassungsfähigkeit
  • Sehr geräuscharm
  • Bildet kaum Kuhlen
  • Sehr hygienisch, besonders für Allergiker geeignet
  • Hohe Wärmeisolation

Kaltschaummatratze: Nachteile

  • Fördert durch ihre Wärmeisolation den Nachtschweiß
  • leicht entflammbar

c) Latexmatratze

Besonders für Allergiker sind Latexmatratzen eine gute Lösung, da sich in diesen keine Hausstaubmilben einnisten können. Die schweißabweisende Beschaffenheit einer solcher Matratze rundet die optimale Hygiene ab und empfiehlt sich daher auch für Menschen, die leicht schwitzen. Hat man den Bezug einer Latexmatratze einer entfernt, so lässt sie sich ganz einfach mit einem Tuch reinigen. Latexmatratzen ermöglichen ein angenehmes Liegegefühl und bieten die höchste Punktelastizität. Einziger Nachteil ist der im Vergleich recht hohe Preis.

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Latexmatratze: Vorteile

  • Optimale Hygiene
  • Komfortabel zu reinigen
  • Schweißabweisend
  • Rückenschonender Schlaf

Latexmatratze: Nachteile

  • hoher Anschaffungspreis

2. Den Härtegrad der Matratze wählen

Die meisten Hersteller teilen ihre Matratzen in bestimmte Härtegrad-Stufen ein, wobei dies keiner Norm unterliegt und dieses Entscheidungskriterium daher sehr relativ ist. Dennoch lässt sich der Härtegrad einem entsprechenden Körpergewicht zuordnen, um eine gewisse Orientierungshilfe zu bieten. Die Anzahl der Stufen ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, wir machen es in unserem Beispiel anhand von drei verschiedenen Härtegraden fest: H1 entspricht einer weichen, H2 einer mittelharten und H3 einer harten Matratze.

 

  • H1: Bis ca. 60 kg Körpergewicht
  • H2: Bis ca. 80 kg Körpergewicht
  • H3: Über 80 kg Körpergewicht

Natürlich kann man auch mit einem Körpergewicht von unter 80 Kg eine harte Matratze wählen, wenn man gerne fest liegt, oder im Umkehrschluss mit über 80 Kg Körpergewicht eine weiche Matratze wählen, wobei in letzterem Fall die Lebensdauer der Matratze stark reduziert wird.

Leider fehlen an dieser Stelle, wie bereits erwähnt, einheitliche Normen, sodass die Hersteller die Bemessung und Angabe der Härtegrade sehr individuell festlegen können. So kann es dann auch sein, dass man bei einer Matratze nicht auf drei verschiedene Härtegrad-Stufen trifft, sondern die Einteilung plötzlich in fünf verschiedenen Stufen erfolgt. Daher ist es beim Matratzenkauf nicht abwegsam, diesen außerhalb des WWW zu erledigen und ein Matratzenfachgeschäft aufzusuchen, um eine zu den individuellen Präferenzen passende Matratze zu finden.

3. Die richtige Größe wählen

Beim Kauf einer Matratze sollte neben den zwei zuvor erwähnten Kriterien darauf geachtet werden, dass die neue Matratze optimal zur eigenen Körpergröße passt. Eine Grundformel besagt, dass eine Matratze mindestens 20 cm länger als die eigene Körpergröße sein sollte. Die Standardmaße einer Matratze ist 140 x 200 cm, wobei sich auch Überlängen von 210-210cm zunehmender Beliebtheit erfreuen.

Während Einzelbetten in der Regel nicht die Breite von 100 cm unterschreiten sollten, empfiehlt sich bei Doppelbetten mindestens eine Breite von 160 cm. Unterschritten werden sollten diese Maße nur in Ausnahmefällen, etwa bei Menschen mit kleiner Statur.

4. Nach Schlafposition auswählen

Anlehnend an den Artikel über die 5 häufigsten Schlafpositionen spielt natürlich auch die Lage während des Schlafes eine wichtige Rolle, da diese unterschiedliche Anforderungen an eine Matratze stellen. Wir unterscheiden hier zwischen Rückenschläfern, Bauchschläfern und natürlich Seitenschläfern.

a) Rückenschläfer:Beim Schlaf auf dem Rücken wird besonders der Lendenwirbelbereich beansprucht, was bei einer falschen Matratzenwahl dazu führen kann, dass die Wirbelsäule nicht richtig entspannt. Eine hohe Punktelastizität steht bei Rückenschläfern nicht im Vordergrund, womit eine einfache Kaltschaummatratze die wohl beste Wahl ist.

b) Bauchschläfer:Bei einer zu weichen Matratze besteht als Bauchschläfer die Gefahr einer Hohlkreuzbildung. Da auch hier eine Punktelastizität eher zu vernachlässigen ist, bietet sich bei einem Bauschläfer ebenfalls eine gängige Kaltschaummatratze oder Federkernmatratze mit einem erhöhten Härtegrad an. Der Kopf sollte nicht zu hoch liegen, da es sonst zu Nacken- und Rückenproblemen kommen kann.

c) Seitenschläfer:Bei unserer Lieblings-Schlafposition handelt es sich um die natürlichste, zugleich allerdings auch anspruchsvollste Schlaflage, da der Schulterbereich und die Hüfte in die Matratze einsinken sollten, die Taille hingegen gestützt werden muss. Dadurch sollte das Augenmerk auf eine hohe Punktelastizität gelegt werden, was besonders bei Latexmatratzen der Fall ist.

5. Der passende Lattenrost

Auch die beste Matratze kann für keinen erholsamen Schlaf sorgen, wenn das Lattenrost durchhängt oder generell über keine stützende Wirkung verfügt. Dabei hängt es allerdings auch von der Matratzenart ab, welche Art von Lattenrost zu wählen ist. Während also bei Federkernmatratzen beispielsweise die einzelnen Latten ruhig weiter auseinander stehen können, sollte bei Latexmatratzen der Abstand eher gering sein.

Nicht zuletzt dieses Kriterium beim Matratzenkauf zeigt, dass man sich lieber von einem ausgebildeten Experten beraten lassen sollte und nach Möglichkeit die Matratze samt Bett und Lattenrost ausprobieren sollte, ehe man sich für den Kauf einer solchen entscheidet.

Wir weisen darauf hin, dass sich die hier angezeigten Preise zwischenzeitlich geändert haben können, da eine Aktualisierung dieser in Echtzeit technisch nicht möglich ist. Es gelten die auf der Seite des Verkäufers angezeigten Preise. Alle Angaben ohne Gewähr. Letztes Update: 14.12.2017 um 01:01 Uhr

2 Comments
  1. Antworten
    Jutta Schanze 14. Juli 2017 at 12:25

    Toller Artikel und sehr hilfreich bei der Matratzenwahl. Ich finde es jedoch schade, dass diese jungen Online Matratzen in der Berichterstattung viel zu kurz kommen. Ich habe hier einige probiert und fand fast alle interessante, hochwertige Produkte.

    Schlussendlich fiel bei mir die Entscheidung auf die muun-Matratze. Hoher Komfort und die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten haben mich einfach überzeugt. Da mein Mann deutlich schwerer ist als ich 😉 hatten wir bisher immer einen störenden Spalt in unserem Ehebett, nicht so allerdings mit der muun, wie schlafen auf einer Matratze ohne Spalt, er deutlich härter als ich, er auf Latex und ich auf Memoryschaum, alles in einer Matratze. Besser geht es nicht

  2. Antworten
    Anna 23. Juli 2016 at 13:21

    Ein wirklich toller hochwertiger Artikel über die Wahl der richtigen Matratze!
    Um einen erholsamen Schlaf für den Körper und somit auch den Geist zu gewährleisten, sollte bei der neuen Matratze darauf geachtet werden, dass die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form gelagert wird: in Rückenlage ist das die natürliche S-Form und in Seitenlage die gerade Form.
    Das Lattenrost sollte bei Kaltschaum- und Latexmatratzen ein Federndes sein, am besten in Körperzonen eingeteilt. Hingegen bei Federkernmatratzen kann es ruhig ein Festes sein, da die Matratze die federnde Wirkung übernimmt. Bei Federkernmatratzen sollten vorallem Seitenschläfer nur auf Taschen- oder Tonnentaschenfederkernmatratzen zurückgreifen. Da normale Federkernmatratzen flächenelastisch wirken, ist ein punktuelles Einsinken von Schulter und Becken nicht möglich.

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